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A
ABDA: Abkürzung für: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Spitzenorganisation der deutschen Apotheker und Apothekerinnen. Mitgliedsorganisationen sind die 17 Apothekerkammern und 17 Apothekervereine/-verbände.

Abstoßung: Gegen transplantierte Organe, Gewebe oder Zellen gerichtete Reaktion des Immunsystems, die in schweren Fällen zum Verlust des Transplantats führen kann.

AED: Abkürzung für: Automatischer Externer Defibrillator. Der AED erkennt eine lebensbedrohliche tachykarde Herzrhythmusstörung und beendet diese automatisch durch Abgabe von elektrischen Impulsen zeitgerecht transthorakal an das Herz (vgl. auch ICD).

Alternative Medizin: Medizin, die diagnostische sowie therapeutische Konzepte und Methoden verfolgt, deren Wirksamkeit nicht bzw. noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen worden ist.

Antigen: Körperfremde Substanz, die eine Immunreaktion hervorruft und zur Bildung von spezifischen Antikörpern führt, die diese Substanz neutralisieren können.

Antikörper: Teil des Immunsystems, welcher der spezifischen Erkennung und dem Unschädlichmachen körperfremder Stoffe (Antigene) dient.

ATG: Abkürzung für: Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen. Organisation der Selbstverwaltung, die in den vergangenen Jahren die Einführung der Gesundheitskarte vorbereitet hatte.

Authentifizierung: Überprüfung der Identität eines Benutzers in einem elektronischen Netzwerk. Das kann auf der Basis von Besitz (u. a. Smart Card, biometrische Verfahren) und/oder Wissen (Passwort, PIN) erfolgen.

Autoimmunreaktion: Reaktion des Immunsystems gegen körpereigene Merkmale. Vom Körper gebildete Antikörper dienen dabei als Nachweis.

Autorisierung: Vorgang zur Erteilung der Nutzungsrechte für bestimmte Funktionen und Daten an den Benutzer eines Anwendungssystems.

AVS: Abkürzung für: Apothekenverwaltungssystem. Anwendungssystem für den Bereich der Apotheke.

B
Bestrahlungsplanung: Festlegung der Bestrahlungsparameter mit dem Ziel, das Tumorvolumen mit der notwendigen Strahlendosis für dessen Zerstörung zu versehen und das gesunde Gewebe bestmöglich zu schonen.

Bioinformatik: Interdisziplinäres Forschungsgebiet an der Schnittstelle zwischen Biologie und Informatik, das sich mit den Grundlagen sowie Anwendungen der Organisation, Analyse und Speicherung von biologischen Daten befasst.

Biolumineszenz: Durch Luziferase katalysierte Freisetzung von sichtbarem Licht in biologischen Organismen.

Bluetooth: Technologie zur drahtlosen Übermittlung von Daten im Frequenzbereich zwischen 2,40 und 2,48 GHz, einer Übertragungsrate bis zu 433 KBit/s und einer Reichweite von 10 bis 15 m.

Bruttoinlandsprodukt (BIP): Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Das BIP ergibt sich aus der Summe aller Bruttoproduktionswerte der Wirtschaftseinheiten einer Volkswirtschaft abzüglich der Bruttowerte der entsprechenden Vorleistungsimporte.

C
CardioPACS: Abkürzung für Cardiological Picture Archiving and Communication System. Digitales Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem für die Kardiologie.

Certification Authority (CA): Zertifizierungsstelle, erstellt im Rahmen der digitalen Signatur die digitalen Zertifikate für den Nutzer und verwaltet sie.

Computertomographie (CT): Bildgebendes röntgendiagnostisches Untersuchungsverfahren, bei dem der menschliche Körper Schicht für Schicht durchstrahlt wird und die erhaltenen digitalen Informationen durch einen Computer zu zwei- oder dreidimensionalen Bildern verrechnet werden.

Contrast Enhanced MRT: Kontrastmittelverstärkte Magnetresonanztomographie.

Cyborg: Abkürzung für „cybernetic organism“. Integrierung technischer Systeme (z. B. Herzschrittmacher) in den menschlichen Körper als Ersatz oder zur Unterstützung von nicht ausreichend leistungsfähigen Organen.

D
DICOM: Abkürzung für: Digital Imaging and Communications in Medicine. Standard zum Austausch und zur Archivierung von Bildern in der Medizin.

Digitale Signatur: Eine mit kryptographischer Verschlüsselung und geheimem Schlüssel erstellte elektronische Zeichenfolge, die seinem Ersteller eindeutig zuzuordnen ist und einen Datensatz als vollständig ausweist.

DICOM: Abkürzung für Digital Imaging and Communications in Medicine. Internationaler Standard zum Austausch und zur Archivierung von Bildern in der Medizin.

DIMDI: Abkürzung für Deutsches Institut für medizinische Information und Dokumentation. Fachinformationszentrum für die Medizin in Deutschland.

DNA: Abkürzung für: deoxyribonucleic acid. In Form einer rechtsgängigen Doppelhelix aufgebautes Polymer aus Desoxyribonukleotiden (vgl. Gene).

DNS: Abkürzung für: Desoxyribonukleinsäure (vgl. DNA).

DRG: Abkürzung für Diagnosis Related Groups. Abrechnung von Krankenhausleistungen nach fallbezogenen und leistungsbezogenen Kriterien.

DSL: Abkürzung für: Digital Subscriber Line. Sammelbegriff für hohe Daten-Übertragungsraten auf der Grundlage der Nutzung vorhandener Kupfer-Verkabelungen.

E
e-Health: Sammelbegriff für alle auf die patientenorientierte und gesundheitliche Versorgung bezogenen Anwendungen von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Elektronenstrahltomographie (EBT): Bildgebendes röntgendiagnostisches Untersuchungsverfahren, bei dem der menschliche Körper Schicht für Schicht durchstrahlt wird und die erhaltenen digitalen Informationen durch einen Computer zu zwei- oder dreidimensionalen Bildern verrechnet werden. Im Unterschied zur Computertomographie wird die Röntgenstrahlung nicht in einer um den Patienten rotierenden Röntgenröhre erzeugt, sondern direkt durch einen Elektronenstrahl, der durch elektromagnetische Felder direkt auf einen Target-Ring um den Patienten gelenkt wird. Dadurch werden wesentlich kürzere Untersuchungszeiten erreicht.

Elektronische Patientenakte (EPA): Digitales Informations-, Dokumentations- und Archivierungssystem, das administrative und strukturierte medizinische Daten des klinischen Prozesses sowie daraus resultierende Dokumente patientenbezogen verwaltet, verteilt und multimedial präsentieren kann. Die Elektronische Patientenakte löst die herkömmliche, papierbasierte Patientenakte ab. Die Bezeichnung ist irreführend, da die elektronische Version viele Möglichkeiten eröffnet, die eine Papierakte nie bieten könnte.

Elektronische Gesundheitsakte: Digitales Informations-, Dokumentations- und Archivierungssystem, das alle Krankheitsbehandlungen und den gesamten Gesundheitsverlauf des Patienten enthält, verwaltet sowie präsentieren kann.

Enzyme: Biologische Makromoleküle (z. B. Proteine), die biochemische Reaktionen im Organismus (z. B. Stoffwechselvorgänge) katalysieren und steuern.

Ethikkodex: Sammlung von ethischen Normen und Regeln eines Sachgebietes, an denen sich eine gesellschaftlich Gruppe orientiert.

Ethikkommission: Unabhängiges, multidisziplinär zusammengesetztes Gutachtergremium z. B. aus Medizinern, Naturwissenschaftlern, Theologen, Philosophen, Juristen, Politikern und anderen Wissenschaftlern sowie Laien mit der Aufgabe, die ethische Vertretbarkeit wissenschaftlicher Versuche an Menschen zu beurteilen. Ethikkommissionen werden von den Ärztekammern bzw. den medizinischen Fakultäten an Universitäten berufen.

Ethische Reflexion: Prüfendes und vergleichendes Nachdenken über Hintergründe, Anlass und Auswirkungen eines Sachverhaltes oder einer Handlung. Ziel ist es, durch Vergleichen, Abwägen und Bewerten zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Eine Reflexion ist nicht vorrangig handlungsorientiert, sondern dient vor allem dem Erkenntnisgewinn.

Ethischer Diskurs: Gemeinschaftliche Reflexion von Problemen mit normativem, weltbezogenem Hintergrund, die von Einzelnen oder einer einzelnen Fachdisziplin nicht ausreichend durchschaut werden können. Ziel ist es, in einer fachübergreifenden Kommunikation Erkenntnis- und Verständnisgrenzen zu überwinden, Vorurteile zu hinterfragen und dieses aus anderen Positionen heraus zu überprüfen.

F
FDG: Abkürzung für: Fluordesoxyglukose. Radioaktiv markierter Traubenzucker, der insbesondere bei der PET zur Untersuchung von Stoffwechselvorgängen angewendet wird.

Firewall: Software, die Netzwerke vor unerlaubten Zugriff en schützt.

Funktionelle Bildgebung: Bildgebungsverfahren, die vorrangig Informationen über physiologische bzw. mechanische Parameter (z. B. Blutfluss) liefern (Beispiel: fMRT, Echokardiographie).


G
gematik: Projektname für die Betriebsorganisation der Verbände im Gesundheitswesen zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.

Gene:
Nukleotidsequenz innerhalb der DNA, die die Information für ein Genprodukt (Polypeptid) enthält. Gene sind die Träger der Erbanlagen.

Genom: Gesamtheit der genetischen Informationen eines Organismus.

Genomik: Wissenschaft von der Erforschung des Genoms eines Organismus und der Wechselwirkung der im Genom enthaltenen Gene.

Gentherapie: Behandlung oder Vorbeugung von (Erb-)Krankheiten durch Einfügen von "nichtgestörten" Genen in Zellen oder Gewebe.

Geriatrie: Lehre von den Krankheiten des alten Menschen.

Gerontologie: Teilgebiet der medizinischen Wissenschaften, das sich mit den Alterungsvorgängen des Menschen befasst.

Gläserner Patient: Häufig gebrauchte Metapher für die Möglichkeiten der modernen bildgebenden Verfahren, die mittlerweile den Menschen "fast" schon bis in den Zellbereich "durchsichtig" erscheinen lassen. Im übertragenden Sinne auch verwendet für die "vermeintliche bzw. gefürchtete" Offenlegung der sensiblen Patientendaten in öffentlichen Netzen. Der Begriff geht auf den so genannten "Gläsernen Menschen" zurück, der im Deutschen Hygiene-Museum Ende der 20er Jahre gefertigt und zum ersten Mal 1930 anlässlich der 2. Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden der Öffentlichkeit präsentiert wurde, später u. a. auf den Weltausstellungen in Chicago (1933) und Paris (1936). Der "Gläserne Mensch" war ein Anschauungsmodell, das alle wesentlichen Bestandteile des menschlichen Körpers in originaler Lage, im funktionellen Zusammenhang und integriert in einen vollständigen Körper aus durchsichtigem Kunststoff zeigte.

Glykomik: Wissenschaft von der Erforschung der Modifikation von Proteinen mit speziellem Bezug zur Variation von Zuckermolekülen.

GSM: Abkürzung für Global System for Mobile Communication. Derzeitiger Standard für die Mobilfunknetze.

GPRS: Abkürzung für General Packet Radio Services. Erweiterung des GSM durch Bündelung der Daten (short packets) vor ihrer Übertragung.

GPS: Abkürzung für Global Positioning System. Satellitengestütztes System zur exakten Positionierung von Personen oder Gegenständen.

Grid-Computing: Zusammenfassung aller Methoden, die durch Zusammenschaltung vieler Computer in einem Netzwerk die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen erhöhen, um rechenintensive Probleme zeitgerecht und kostengünstig zu lösen.

H
Haptik: Lehre vom Tastsinn. Simulierung von Gegenständen in der virtuellen Realität so, dass der Nutzer das Gefühl hat, mit realen Gegenständen in Kontakt zu sein.

Herzinsuffizienz: Unfähigkeit des Herzens, eine für den Organismus ausreichende Pumpleistung in Ruhe und bei Belastung zu erbringen. Ursachen können Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen sein.

Herzschrittmacher: In den menschlichen Körper implantierter (intrakorporaler) bzw. außerhalb des Körpers zu tragender (extrakorporaler) Impulsgeber, der über Elektroden mit dem Herzmuskel verbunden ist und diesen periodisch mit entsprechenden elektrischen Reizimpulsen versorgt. Der Herzschrittmacher wird bei Reizbildungs- und Erregungsleitungsstörungen sowie bei Herzinsuffizienz eingesetzt und ist oft lebenserhaltend.

HL-7: Abkürzung für: Health Level 7. Internationaler Standard als Kommunikationsprotokoll zum Austausch von digitalen Daten in der Medizin.

Holistische Medizin: Richtung in der Medizin, die Körper, geist und Psyche eines Menschen als Einheit betrachtet ("Ganzheitliche Medizin") und Methoden der Schulmedizin mit verschiedenen Methoden der alternativen Medizin kombiniert.

Hosting: Betrieb eines Servers in einem externen Rechenzentrum.

HPC: Abkürzung für Health Professional Card. Elektronischer Arztausweis bzw. elektronischer Heilberufsausweis (eHBA).

I
ICD: Abkürzung für Implantable Cardioverter Defibrillator. In den menschlichen Körper implantierter Impulsgeber, der lebensbedrohliche tachykarde Herzrhythmusstörungen erkennt und automatisch und zeitgerecht einen elektrischen Impuls zu ihrer Terminierung über spezielle Elektroden an das Herz abgibt.

IHE: Abkürzung für: Integrating the Healthcare Enterprise. Zusammenschluss von international agierenden Medizingeräte- und Medizin-Software-Firmen, um auf der Grundlage von Industriestandards patienten- und prozessorientierte Szenarien abzubilden.

Immunsuppressiva: Medikamente, die die Immunabwehr des Menschen unterdrücken. Transplantatempfänger müssen diese lebenslang einnehmen, um zu verhindern, dass das Transplantat aufgrund von Reaktionen des Immunsystems abgestoßen wird. Immunsuppressiva führen bei längerfristigen Anwendungen zu einer erhöhten Anfälligkeit des Körpers gegen Infektionen.

Internet: Zusammenschluss unabhängiger Computernetze, die über ein gemeinsames Datenkommunikationsprotokoll miteinander kommunizieren können.

Interoperabilität: Fähigkeit von Anwendungssystemen, mit anderen Systemen (z. B. über standardisierte Schnittstellen) zu kommunizieren.

Intranet: In der Regel auf ein Unternehmen begrenztes Computernetzwerk, das bezüglich Navigation und Oberfläche auf der Technik des Internets basiert und über eine Firewall auch Kontakt zu diesem haben kann.

ISDN: Abkürzung für: Integrated Service Digital Network. Datenübertragungssystem, das mit einer maximalen Übertragungsrate pro Kanal von 64 Kbit/s die Übertragung von Daten, Sprache, Bildern und/oder Text über die Telefonleitung ermöglicht.

J
JPEG: Abkürzung für: Joint Photographic Experts Group. Komprimierungsverfahren für die Übertragung und Speicherung von Standbildern.

K
KIS: Abkürzung für Krankenhaus-Informationssystem. Sammelbegriff für eine (möglichst) einheitliche Softwarearchitektur in einem Krankenhaus – heute oft ersetzt durch die Begriff e KKS (Krankenhaus-Kommunikationssystem) oder KAS (Klinisches Arbeitsplatzsystem). Während KIS und KKS weitgehend deckungsgleiche Begriffe sind, beinhaltet der Begriff KAS zwar das Patientenmanagement im weitesten Sinne, aber nicht das Hospital-Management.

Koronarangiographie: Röntgenkontrastdarstellung der Koronargefäße des Herzens mit Hilfe spezieller Kathetertechnik. Sie erlaubt eine anatomische und funktionelle Beurteilung der Gefäße.

Künstliche Intelligenz (KI): Interdisziplinärer Zweig der Computerwissenschaften, der versucht, abstrakte, berechenbare Aspekte menschlicher Erkenntnis- und Denkprozesse mit Hilfe des Computers nachzubilden und mittels Computer Problemlösungen anzubieten, die (eigentlich) Intelligenz voraussetzen. Die KI verfolgt dabei zwei Ansätze: die Simulation kognitiver Prozesse durch elektronische Kopien der menschlichen Hirnzellen ("künstliche neuronale Netze") bzw. die Simulation intelligenten Verhaltens auf der Basis komplexer Computerprogramme.

Kunstfehler: Diagnostische odere therapeutische ärztliche Maßnahme, die entweder nicht indiziert war oder die nicht nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaften durchgeführt wurde und durch die ein Schaden beim Patienten entstanden ist.

Kunstherz: Implantierbare oder tragbare künstliche Herzprothese, die die natürlichen Aufgaben eines kranken oder versagenden Herzens teilweise oder vollständig übernehmen soll.

L
LAN: Abkürzung für Local Area Network. Lokales Computer-Netzwerk.

LDAP: Abkürzung für: Lightweight Directory Access Protocol: Verzeichnisprotokoll.

Ligand: Molekül oder Ion, das sich an die Andockstellen von aus Proteinen aufgebauten Rezeptoren binden kann.

LIS: Abkürzung für: Laborinformationssystem. Anwendungssystem für den Bereich der Laboratoriumsdiagnostik und der klinischen Chemie.

Lösungsarchitektur: Begriff aus dem Projekt der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte – steht für den detaillierten technischen Masterplan für die Konstruktion der wichtigsten Komponenten der neuen elektronischen Kommunikationsarchitektur.

Luziferase: Enzyme, die die Biolumineszenz katalysieren.

M
Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebendes medizinisches Verfahren, das den physikalischen Effekt der Kernresonanz zur Erzeugung von Querschnittbildern des menschlichen Körpers ausnutzt. Dazu wird der Körper einem Magnetfeld hoher Feldstärke ausgesetzt. Die Wasserstoffatomkerne des Gewebes richten sich in diesem Feld entsprechend aus und werden über ein Hochfrequenzfeld zu Schwingungen angeregt. Die Resonanzfrequenz hängt von der chemischen Umgebung des Wasserstoffkerns (und damit von der Art des Körpergewebes) ab und wird zusammen mit anderen Informationen mittels Computertechnik zu zwei- bzw. dreidimensionalen Bildern verrechnet.

Mechatronik (Kunstwort aus Mechanik und Elektronik): Ist ein interdisziplinäres Gebiet der Ingenieurwissenschaften, das auf Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik aufbaut. Produkte und Systeme der Mechatronik nehmen Signale aus ihrer Umgebung auf (Sensorik), verarbeiten diese (Elektronik und Informatik) und führen damit Aktionen aus (Mechanik, Informatik). Beispiele aus der Medizin: Medizinische Roboter, medizinische Telemanipulationen.

Mediation: Außergerichtliches interdisziplinäres Verfahren zur Konfliktbearbeitung zwischen zwei oder mehreren Parteien unter der Hinzuziehung eines neutralen Dritten (Mediator). Ziel ist es, den Konfliktparteien zu ermöglichen, fair und kooperativ zu verhandeln und kreative, zukunftsgerichtete Lösungen zu entwickeln, die nicht auf ihren Positionen, sondern auf den zugrunde liegenden Interessen beruhen.

Menschenwürde: Anspruch des Menschen, als Träger geistig-sittlicher Werte von der Gesellschaft, insbesondere der staatlichen Gewalt, geachtet zu werden.

Mensch-Maschine-Interaktion: Die Gesamtheit der Wechselwirkungen (Interaktionen) zwischen Mensch und Maschine in so genannten Mensch-Maschine-Systemen, die für deren bestimmungsgemäße und fehlerfreie Funktion notwendig sind, insbesondere bei Systemen, in denen die automatische Informationsverarbeitung eine Rolle spielt (Mensch-Computer-Interaktion). Die Interaktion erfolgt über Ein- und Ausgabevorrichtungen im weitesten Sinne, dazu gehören prinzipiell auch die natürlichsprachige Kommunikation sowie die direkte Kopplung von Computersystem und Nervensystem (z. B. Chip-Implantate im Gehirn).

Metabolische Bildgebung: Bildgebungsverfahren, die vorrangig Stoffwechselprozesse im Körper (z. B. im Tumor) darstellen (Beispiele: PET, SPECT).

Modellversuche: Realisierungstests für die Lösungsarchitektur, die für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und den elektronischen Heilberufsausweis entworfen wurde. Modellversuche werden vorwiegend von einigen Bundesländern angestrebt; die Ausprägung ihrer Rolle im Implementationsprozess ist weitgehend noch unklar.

Molekulare Bildgebung: Sammelbegriff für alle nichtinvasiven Methoden zur Sichtbarmachung und Untersuchung normaler und krankhafter biologischer Prozesse an lebenden Organismen auf zellulärer und molekularer Ebene.

Morphologische Bildgebung: Bildgebungsverfahren, die vorrangig Struktur und Form von Objekten im Körper (z. B. von Tumoren) darstellen (Beispiele: CT, MRT).

MPEG: Abkürzung für: Moving Pictures Experts Group. Komprimierungsverfahren zur Übertragung und Speicherung von Filmsequenzen.

P
PACS: Abkürzung für: Picture Archiving and Communication System. Softwaresystem, das die digitale Bildkommunikation und Bildarchivierung auf der Grundlage des DICOM-Standards ermöglicht.

Pathogenese: Gesamtheit der Faktoren, die zur Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beitragen.

Patientenverfügung: Willenserklärung eines Menschen hinsichtlich des Einsatzes bzw. Nichteinsatzes bestimmter medizinischer Maßnahmen für den Fall, dass er selbst einwilligungsunfähig wird.

PDA: Abkürzung für Personal Digital Assistant. Kleiner, leichter und deshalb mobiler Computer, der für die Verarbeitung von kleineren Datenmengen geeignet ist und in W-LANs eingebunden werden kann.

PDC: Abkürzung für Patient Data Card. Sammelbegriff für Patientenkarten unterschiedlicher technischer Auslegung im Gesundheitswesen mit (Gesundheits-)Informationen zum Karteninhaber – heute in der Regel als Karte mit mindestens einem Microprocessor ausgeführt.

Personalisierte Medizin: Eine auf den individuellen Patienten abgestellte und optimierte Medizin bzw. Gesundheitsversorgung.

PET: Abkürzung für Positronen Emissions Tomographie (Positronenemissionstomographie). Funktionelles bildgebendes medizinisches Untersuchungsverfahren, bei dem die in den Organismus eingebrachten und an den Stoffwechsel gekoppelten radioaktiven Isotope (Positronenstrahler) Positronen aussenden, die mit Elektronen wechselwirken (Positronenvernichtung) und jeweils zwei Photonen einer Energie von 511 keV im Winkel von 180° aussenden. Diese Photonenpaare werden über Ringdetektoren gemessen und mittels Computertechnik zu zwei- bzw. dreidimensionalen Bildern bzw. Bildsequenzen verrechnet.

PIN: Abkürzung für Personal Identification Number. Persönliche Zugangskennung oder Geheimzahl.

PKI: Abkürzung für Public Key Infrastructure. Aufwendige Sicherheitsinfrastruktur mit Schlüsselmanagement.

Prädiktive Medizin: Eine auf die Vorhersage des individuellen Krankheitsverlaufes eines einzelnen Patienten bezogene Medizin.

Präventive Medizin: Eine auf Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung und Gesundheitsförderung gerichtete Medizin.

Proteasen: Spezielle Enzyme, die die hydrolytische Spaltung der Peptidbindungen in Proteinen katalysieren.

protego.net: Vorläufer der gematik-Organisation.

Proteine: Makromoleküle, die aus Aminosäuren bestehen und strukturelle, enzymatische und regulative Funktionen im Organismus wahrnehmen.

Proteom: Gesamtheit aller in einem Organismus oder einer Zelle unter definierten Bedingungen und zu einem definierten Zeitpunkt vorliegenden Proteine.

Proteomik: Wissenschaft von der Erforschung des Proteoms.

R
Rahmenarchitektur: Begriff aus der ersten Phase der Vorbereitung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland – sollte alle notwendigen Voraussetzungen technischer und organisatorischer Art zum Betrieb des späteren Systems ausweisen.

Regenerative Medizin: Eine auf die Wiederherstellung funktionsgestörten biologischen Gewebes (Zellen, Organe) durch Ersatz mit gezüchtetem Gewebes (Zellen, Organe) gerichtete Medizin.

Registration Authority (RA): Registrierungsstelle, verifiziert im Rahmen der digitalen Signatur die Identität und Angaben des Antragstellers. Sie organisiert die Zertifikatsausgabe im Namen der Certification Authority.

RIS: Abkürzung für Radiologieinformationssystem. Organisationssystem für den Bereich der Radiologie.

ROI: Abkürzung für Region of Interest. Ein für die Auswertung besonders relevanter Bildbereich bei der (medizinischen) Bildverarbeitung.

S
Salutogenese: Gesamtheit der Faktoren, die zur Gesundheit und Gesundung des Menschen beitragen.

Schulmedizin: Medizin, die an Hochschulen und Universitäten nach wissenschaftlichen Grundsätzen gelehrt und beforscht wird.

Segmentierung: Teil der digitalen Bildverarbeitung: Erzeugung von inhaltlich zusammenhängenden Regionen durch Zusammenfassung von benachbarten Pixeln und Voxeln entsprechend eines bestimmten Homogenitätskriteriums.

SLA: Abkürzung für Service Level Agreement. Detaillierter Vertrag über die gegenseitigen Pflichten zweier Partner über die Umgangsweise mit einem von dem einen Partner für den anderen Partner betriebenen IT-System oder -Dienst.

SMC: Abkürzung für Security Module Card. Elektronische Institutskarte, nicht an eine spezielle Person gebunden. Funktionelle Ergänzung zur Health Professional Card.

SPECT: Abkürzung für Single Photon Emission Computed Tomography. Funktionelles bildgebendes medizinisches Untersuchungsverfahren, bei dem von in den Organismus eingebrachten und an den Stoff wechsel gekoppelten radioaktiven Isotopen (Gammastrahler) die emittierenden Photonen mit rotierenden Detektoren gemessen und mittels Computertechnik zu zwei- bzw. dreidimensionalen Bildern bzw. Bildsequenzen verrechnet werden.

Stammzellen: Noch nicht ausdifferenzierte Körperzellen, aus denen differenzierte Zelltypen hervorgehen bzw. erzeugt werden können.

Strahlentherapie: Medizinisches Fachgebiet für alle Anwendungen von (ionisierender) Strahlung zur Therapie von gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Tumoren.

T
Technikfolgenabschätzung (TA): Interdisziplinäre Forschungsrichtung, welche die Chancen und Risiken von technischen Neuentwicklungen sowie deren gesellschaftliche Folgen untersucht. Mit der TA sollen Entscheidungsträgern, insbesondere aus Politik und Wirtschaft, Kriterien bei der Förderung, Einführung bzw. Anwendung von neuen Technologien in die Hand gegeben werden.

Tele Home Care: Ist die ärztliche und pflegerische Betreuung von Patienten in ihrem häuslichen Umfeld mittels telemedizinischer Szenarien, also mit den entsprechenden technischen Hilfsmitteln von der Ferne aus.

Telekardiologie: Gesamtheit der auf das Fachgebiet der Kardiologie bezogenen telemedizinischen Anwendungen.

Telemanipulation: Unterstützung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen durch ferngesteuerte Systeme der Mechatronik.

Telemedizin: Ist die Überwindung von räumlichen (und zeitlichen) Entfernungen zwischen den Partnern im Gesundheitsprozess durch die technischen Werkzeuge der Telekommunikation und der Informatik.

Telementoring: Unterstützung des Arztes bei einer diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme durch einen fernen Experten mit Hilfe von telemedizinischen Werkzeugen.

Telemetrie: Drahtlose Fernübertragung von biologischen Messwerten, z. B. über implantierte intrakorporale Sensorik nach außen.

Telemonitoring: Ist die kontinuierliche oder diskontinuierliche Fernüberwachung von vitalen Parametern von chronisch kranken oder vital gefährdeten Patienten.

Telerehabilitation: Einsatz der Telemedizin zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit nach schwerer Erkrankung sowie zur Vorbeugung von Rezidiven.

Telerobotik: Durch größere Entfernungen hinweg mittels medizinischer Roboter gesteuerte diagnostische und therapeutische Prozesse, z. B. Operationen.

Telewartung/Teleservice: Überwachung, Überprüfung und gegebenenfalls Reparatur von medizinischer Technik und medizinischen Netzwerken aus der Ferne.

TIMMS: Abkürzung für Therapy Imaging and Model Management System. IT-Infrastruktur, die alle für eine Therapie benötigten Informationen (Bilder, physiologische Parameter, Atlanten usw.) in Modellen sowie entsprechende Dienstleistungen integriert und dem Therapeuten zur Verfügung stellt.

Tissue Engineering: Nachzüchtung von natürlichem Gewebe unter Laborbedingungen.

TMF: Abkürzung für Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze. Verein der medizinischen Forschungsnetze mit Sitz in Berlin. Erfüllt seit 1999 ähnliche Aufgaben in der Forschung wie gematik in der Patientenversorgung.

Tracer: Radioaktiv markierte körpereigene oder körperfremde Substanz, die in geringen Mengen in den Organismus eingebracht an den Stoffwechselvorgängen teilnimmt und damit unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht oder erleichtert.

Tumorablation: Zerstörung von Tumorgewebe mittels Hitze. Diese wird dabei mittels Katheter über Radiofrequenz (Radiofrequenzablation – RFA) oder Laser (Laser-induzierte Thermotherapie – LITT) direkt und kontrolliert in den Tumor eingebracht.

U
UMTS: Abkürzung für: Universal Mobile Telecommunication Systems. Neuer Standard für Mobilfunknetze mit größerer Datenübertragungsrate bis zu 2 Mbit/s. Soll zukünftig den GMS-Standard ablösen.

V
Virtuelle Elektronische Patientenakte (VEPA): Eine Elektronische Patientenakte, bei der die Daten dezentral auf unterschiedlichen Servern im Netz verteilt sind und sich vorzugsweise dort befinden, wo sie erzeugt wurden. Der Zugriff auf diese Daten wird durch eine Zugriffsrechteverwaltung geregelt.

Virtuelle Endoskopie: Zusammenfügen von tomographisch aufgenommenen Bildern (CT, MRT) mittels Computertechnik zu einer dreidimensionalen Darstellung von Hohlorganen (z. B. Magen-Darm-Trakt, Luftröhre, Lunge, Gefäße). Die virtuelle Endoskopie simuliert die reale Endoskopie, die mit Katheter oder Endoskop durchgeführt wird, und vermittelt dem Untersucher den Eindruck als "bewege er sich durch das Organ".

Virtuelle Realität (VR): Ist die interaktive Simulation eines künstlich erzeugten Szenarios in einem dreidimensionalen "künstlichen" Raum mittels komplexer Hard- und Software sowie spezieller elektronischer Geräte (z. B. Monitorbrille, Datenhandschuh). Die in die Monitorbrille eingespeisten Bilder vermitteln dem Anwender den Eindruck, selbst Teil des "künstlichen" Szenarios zu sein. Anwendungen insbesondere in der Technik (u. a. Simulation von technischen Systemen, Gebäuden, Flügen) und in der Medizin (u. a. Virtuelle Endoskopie).

Vorhofflimmern: Intermittierende oder permanente Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Tätigkeit der Herzvorhöfe.

VPN: Abkürzung für Virtual Private Network. Gängige Technik zur Absicherung der Kommunikation im Netz.

W
Wachstumsfaktor: Körpereigene Substanzen, die das Zell- bzw. Körperwachstum stimulieren.

WAN: Abkürzung für Wide Area Network. Ein über eine große Fläche (bis weltweit) sich erstreckendes Computernetzwerk.

Wearable Computing: In die Kleidung integrierte Computertechnik.

Wearable Sensors: In die Kleidung integrierte intelligente Sensorik, die vitale Parameter aufnehmen, verarbeiten und an ein externes Aufnahmegerät drahtgebunden oder drahtlos übertragen kann.

W-LAN: Abkürzung für Wireless Low Area Network. Drahtloses lokales Computernetzwerk.

Workflow: Vordefinierte Abfolge von Arbeitsabläufen in einer Organisationseinheit
(z. B. Operationssaal).

Workflow-Managementsystem: Abbildung, Verwaltung und Steuerung von Arbeitsabläufen in einer Organisationseinheit mit Mitteln der Informationstechnologie.

Z
Zivilcourage: Mut, die eigene Überzeugung gegenüber einer herrschenden Meinung zu vertreten ohne Rücksicht auf die eigene Gefährdung bzw. auf mögliche persönliche Nachteile gegenüber der Obrigkeit, den Vorgesetzten oder der Öffentlichkeit.

Zugriffsrechte: werden in einem Computernetzwerk vom Administrator vergeben und regeln die Befugnisse jedes Benutzers im System. Die Verwaltung von Zugriffsrechten in Netzwerken mit verschiedenen Anwendungssystemen ist sehr aufwendig. In Zukunft sollen die elektronische Gesundheitskarte und der elektronische Heilberufsausweis die Verwirklichung leistungsfähiger Zugangsregelungen unterstützen.

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